Sony und Toshiba präsentieren auf der IFA die ersten Vier-Millionen-Pixel-Kameras. Was bringen sie im Vergleich zu den aktuellen Drei-Millionen-Pixelkameras und der Canon Ixus V mit zwei Millionen Pixeln? Die Fachzeitschrift Color Foto hat es getestet.
Im Test waren folgenden Modelle:
Sony DSC-S85 (2600 Mark), Toshiba PDR-M81 (2300 Mark), Epson PhotoPC 3100Z (1700 Mark), Fuji Finepix 6900Z (2400 Mark), Kyocera Finepix S3 (1500 Mark), Nikon Coolpix 995 (2500 Mark), Ricoh RDC-i500 (2000 Mark), Sony Mavica MVC-CD 300 (2900 Mark) und die Canon Ixus V (1400 Mark).
Testsieger: Toshiba PDR-M81
Die Toshiba PDR-M81 läuft der Sony-Kamera den Rang ab: Ihre Bildqualität, vor allem aber die Handhabung ist besser. Auch das geringe Gewicht (130 Gramm ohne Batterien) überzeugt - sie ist handlich und praktisch. Die Bedienung ist übersichtlich gestaltet. Einen Teil der Funktionen aktivieren Sie über die Menü-Taste, weitere erscheinen im Display, wenn Sie das Funktionsrad auf "Kamera-Manuell" stellen. Der Zoom-Motor reagiert exakt auf Knopfdruck und kommt nicht wie so häufig bei Digitalkameras erst nach einer deutlichen Bremszeit zum Stehen. Bei schwachem Licht beweist die Toshiba-Kamera Reserven und schaltet nicht so schnell den Blitz dazu. Will man die fotografierten Bilder anschauen, erwartet den Betrachter eine Diashow - und zwar eine echte, denn die Fotos wechseln so als würde eine Seite umgeblättert.
Sony DSC-S85
Trotz einer guten Bildqualität und einer hochwertigen Ausstattung verliert die Sony DSC-S85 Punkte. Das liegt vor allem an der Bedienung: Der Zoommotor stoppt nur dort, wo es ihm passt, und der Autofokus arbeitet sehr langsam. Das Gehäuse ist mit 352 Gramm recht schwer und liegt nicht gut in der Hand. Typisch Sony sind die zahlreichen Mediafunktionen: Zu den Bildern kann Text gesprochen werden. Eine Clip-Motion-Funktion macht aus JPEG-Fotos eine Gif-Präsentation für die HTML-Seite.
Drei-Millionen-Pixel-Kameras
Sie markieren bislang den Gipfel der Technik bei Digital-Kameras: Geräte mit einer Auflösung von drei Millionen Pixeln. Unter den sechs getesteten Modellen setzte sich die Nikon an die Spitze.
1. Platz: Nikon Coolpix 995
2500 Mark sind für eine Drei-Millionen-Pixel-Kamera ein sehr hoher Preis. Doch die Nikon ist ihr Geld wert. Zwar ist die Bildqualität nur durchschnittlich, jedoch die Bedienung professionell. Über separate Knöpfe hat man schnellen Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Auch der Kameraaufbau ist praktisch: Objektiv und Kamerakörper sind gegeneinander verdrehbar und erleichtern so die Handhabung, wenn das Motiv ungünstig steht oder die Sonne von hinten aufs Display scheint. Zudem ist der Monitor sauber entspiegelt und vor allem sehr farb- und kontrasttreu. Zu den weiteren Pluspunkten gehören der vierfache, fein dosierbare Zoom, der niedrige Stromverbrauch und eine exakte Belichtungskontrolle.
2. Platz: Sony Mavica MVC-CD 300
Die MVC-CD löst das Problem der teuren Speicherkarten und benutzt Mini-CDs. Die sind preiswert (ab drei Mark pro Stück) und können auch als Bildarchiv dienen, das fast jeder PC lesen kann. Damit entfällt auch die lästige Datenübertragung auf den PC per Kabel.
Deutlich zu langsam arbeitet der Autofokus, auch der Zoommotor ist für so ein teueres Gerät nicht akzeptabel. Er ist nur auf ein paar Stufen definiert, die er stur anfährt. Mit 3000 Mark ist das Modell zudem recht teuer.
3. Platz: Kyocera Finecam S3
Kyocera landet mit dieser Kamera einen Treffer und erhält einen Kauftipp: Design, Konzept und Bildqualität überzeugen wie auch der attraktive Preis von 1500 Mark. Der Hauptkritikpunkt betrifft die Bildfolgezeit: Für zwei voll aufgelöste Bilder braucht sie neun Sekunden.
4. Platz: Fuji Finepix 6900Z
Bildqualität, Zoom und Funktionalität gehören zu den Stärken der 2400 Mark teuren Fuji - ideal für Landschaftsaufnahmen. Problematisch sind jedoch schnell bewegte Objekte, da der Autofokus wie beim Vorgängermodell zu langsam arbeitet.
5. Platz: Epson PhotoPC 3100Z
1700 Mark sind ein günstiger Preis für eine Drei-Millionen-Pixel-Kamera mit guter Bildqualität, Dreifachzoom und ordentlicher Ausstattung. Was der Epson fehlt, ist ein attraktives Design oder außergewöhnliche Funktionen wie zum Beispiel der Internet-Zugang bei Ricoh.
6. Platz: Ricoh RDC-i500
Ricoh setzt das Thema Multimedia überzeugend um und integriert in die RDC E-Mail-Funktionen. So kann man Bilder von der Kamera aus versenden. Allerdings fehlt ein zweiter Kartenschlitz: Wer das Modem in die Kamera schiebt, muss erst die Speicherkarte herausholen.
Zwei-Mio.-Pixel-Kamera: Canon Ixus V
Die neue Ixus V ist mit ihrer deutlich verbesserten Bildqualität ihre 1400 Mark wert. Sie bleibt das ideale Modell, wenn man die Kamera stets dabei haben will. Die Ixus brilliert im Vergleich zu den anderen Testkandidaten als Schnellschuss-Königin. Sechs Bilder im halbsekündigen Abstand, da ist die Konkurrenz teilweise gerade erst beim zweiten Bild. Die Bedienstruktur entspricht der Lösung der ersten Ixus. Der Fotograf muss sich auf seine fünf AE-Programme und eine Korrektur der Programmautomatik verlassen. Damit ist klar: Die Ixus V ist noch immer eine Spaßkamera für schnelle, gute Bildergebnisse.
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Neuer Ess-Trend: Wrap it - gerollt und gewickelt
Mittags schnell etwas aus der Hand zu essen gehört für viele Berufstätige in unserer hektischen Zeit zum Alltag. Langweilige belegte Brötchen und Hamburger hat da so mancher längst satt. Jetzt wird ein neuer Trend aus den USA auch bei uns immer beliebter: Essen, das in einen Fladen gerollt wurde, so genannte "Wraps".