Beim Auto ist es der Hubraum, bei Fernsehern die Bildgröße: Je mehr, desto besser. Doch bei den TV-Geräten geht's nicht nur um jeden Zentimeter Bild. Mit der Größe des Schirms nimmt auch der Komfort zu.
Bei Fernsehern ist das Maß aller Dinge die Einheit Zoll (1 Zoll = 2,54 Zentimeter). Diese Zahlenangabe kann auf den ersten Blick täuschen: Je nach Größenklasse messen die Röhren im Inneren aus technischen Gründen zwischen zwei und sechs Zentimeter mehr als das eigentliche Fernsehbild. Deshalb unterscheidet man zwischen "Bilddiagonale" und "sichtbarer Bilddiagonale" - und auf die "sichtbare" kommt es letztlich an (siehe Tabelle 1). Wichtig für die Wahl des richtigen Fernseh-Formats ist auch der Betrachtungsabstand (siehe Tabelle 2).
Klein, aber oho
Die Minis unter den TVs bieten rund 36 Zentimeter Bilddiagonale. Das heißt nicht etwa, dass Bildqualität und Ausstattung leiden - im Gegenteil: Nur in dieser Klasse gibt es zur Zeit Flachbildschirme in LCD-Technik. Diese High-Tech-Ausführung eines kleinen Fernsehers hat allerdings einen stolzen Preis: 4.000 bis 6.000 Mark kosten solche superdünnen TVs mit zwölf und 15 Zoll Bilddiagonale. Insgesamt taugen die kleinen Fernseher wegen ihrer geringen Bildgröße eher als Zweit- oder gar Drittgeräte; da wundert es einen auch nicht, dass es in dieser Klasse keine Breitbild-Variante (16:9) gibt.
Mehr Größe, mehr Komfort
In der 63er-Klasse (24 und 25 Zoll) sieht das schon etwas anders aus. Thomson etwa bietet für 2.000 Mark eine 16:9-Kombi mit integriertem DVD-Player fürs komplette Kinovergnügen an. Fernsehbilder im klassischen 4:3-Format erscheinen auf solchen Schirmen allerdings ebenfalls recht klein. Das gilt auch für 70er-Fernseher (28 und 29 Zoll). Wichtiger Unterschied zu den Minis: TVs der 70er-Riege bieten an Bildqualität und Ausstattung gehobenen Standard. Flimmerfreie 100-Hertz-Technik haben bereits Geräte ab etwa 1.000 Mark drauf, Komfort-Highlights wie NexTView-Programmführer oder Videotext Level 2.5 samt großem Seitenspeicher beherrschen die "Golfmodelle" unter den TVs dieser Größenordnung ebenfalls. Ab der 82er-Klasse (32 und 33 Zoll) stehen dem Zuschauer fast alle Türen offen: Einfache 50-Hertz-Kinos gibt's bereits ab rund 1.600 Mark, 100 Hertz kostet ab 2.000 Mark. Je nach Preiskategorie sorgen Highend-Elektroniken zur Bewegungserkennung für Bildqualität der Spitzenklasse. Einige der teureren Geräte haben sogar Dolby Digital für Raumklang an Bord.
Groß, breit - und teuer
Das Sagen haben in diesen großen Klassen inzwischen klar die 16:9-Cineasten: Das 4:3-Format im Jumbo-Zuschnitt ist fast ausgestorben. Mit Dolby Digital und allem Schnickschnack ausgestattete Superstars lassen auch sonst ihre Muskeln spielen: Ihre Diagonalen messen bis zu 155 Zentimeter. Zu den Luxuslinern gehören Röhrenfernseher (36 Zoll; Loewe präsentiert demnächst einen 40-Zöller für etwa 10.000 Mark), Rückprojektoren (38 bis 61 Zoll, zwischen rund 4.500 und 11.000 Mark) und Plasma-TVs (derzeit 42 und 50 Zoll zu Preisen zwischen etwa 17.000 und 40.000 Mark). Der Großbildspaß ist also nicht ganz billig. Und trotz der horrenden Preise zeigen die Bilder nicht unbedingt Topqualität. Gerade Rückprojektoren und Plasmas hinken den Leistungen der inzwischen über 100 Jahre alten Röhre noch hinterher.
(Tabelle 1:)
Das passende Format
4:3-Bilder passen nicht zu 16:9-Schirmen - und umgekehrt. Was in der jeweiligen Größenklasse vom Originalbild zu sehen ist, zeigt die Tabelle rechts.
Sichtbares 4:3 -Bild
63er-Röhre
50 cm
61 cm
70er-Röhre
56 cm
68 cm
80er-Röhre
66 cm
80 cm
90er-Röhre
73 cm
89 cm
Sichtbares 16:9 -Bild
63er-Röhre
61 cm
57 cm
70er-Röhre
68 cm
64 cm
80er-Röhre
76 cm
71 cm
90er-Röhre
86 cm
80 cm
(Tabelle 2:)
Betrachtungsabstand
So finden Sie heraus, welche Diagonale Ihnen genügt, und ob Sie den nötigen Betrachtungsabstand wahren können (unten). Die einfache Faustregel: sichtbare Bildhöhe mal
sechs. Je höher die Schärfe (Auflösung) des Bilds, desto näher können Sie ranrücken.
16:9
4:3
63er-Schirm
1,4-2,1 m
1,6-2,5 m
70er-Schirm
1,6-2,3 m
2,5-2,9 m
80er-Schirm
1,9-2,6 m
2,9-3,4 m
90er-Schirm
2,5-2,9 m
3,4-4,0 m
102er-Schirm
min. 3,0 m
min. 4,0 m
ab 127er-Schirm
min. 3,7 m
min. 4,5 m
Hier finden Sie Shops zu
den erwähnten Produkten :
Neuer Ess-Trend: Wrap it - gerollt und gewickelt
Mittags schnell etwas aus der Hand zu essen gehört für viele Berufstätige in unserer hektischen Zeit zum Alltag. Langweilige belegte Brötchen und Hamburger hat da so mancher längst satt. Jetzt wird ein neuer Trend aus den USA auch bei uns immer beliebter: Essen, das in einen Fladen gerollt wurde, so genannte "Wraps".