Das Fun-Fone: Nokia 5510
Das Nokia 5510 (782 Mark ohne Vertrag) setzt ganz neue Maßstäbe. Während Handys bisher stets höher als breit waren und nicht mehr als acht Buchstabentasten boten, räumt der Newcomer mit diesen Konventionen gründlich auf: Er kommt im Querformat daher, das mittig platzierte Display wird von 48 Tasten umrahmt. Der Grund für die ungewöhnliche Optik: Das 5510 ist ganz auf die jugendliche Spaßklientel ausgerichtet. So eignet sich die vollwertige Tastatur optimal zum SMS-Schreiben.
Ideal für Spieler und Musikfreunde
Am meisten Spaß machen jedoch die musikalischen Talente des Fun-Phones: Unter der ungewöhnlichen Haube stecken ein Stereoradio-Recorder sowie ein Musikplayer, der Songs im MP3- oder AAC-Format abspielt. Der Handy-Part dagegen ist ein alter Bekannter: Unter der dunkelroten oder blauen Oberschale steckt die Technik des Nokia 3330: WAP-Browser, Sprachanwahl und SMS-Chat - wie gehabt. Ebenso wie das Schwestermodell bietet auch das 5510 Organizer-Funktionen, wenn auch im Sparformat: Der User kann Terminerinnerungen programmieren und Währungskurse umrechnen. Einen vollwertigen Kalender sucht man jedoch vergeblich - dafür sind eine Stoppuhr und ein Countdown-Zähler an Bord. Sehr praktisch ist die Profilfunktion, mit der sich die akustischen Einstellungen ruck-zuck an die Umgebung anpassen lassen. Auch Gamer kommen nicht zu kurz: Das Fun-Handy hat von Haus aus fünf Spiele intus, per WAP lassen sich neue downladen. Der User kann sogar seine Highscore-Listen im Nokia-Club veröffentlichen - ebenfalls per WAP. Schade nur, dass das 5510 kein GPRS beherrscht - denn damit könnte die jugendliche Klientel bei Online-Ausflügen eine Menge Taschengeld sparen.
Ordentliche Ausdauer
Bei der Ausdauer zeigt das 5510 Stehvermögen: Im E-Netz bleibt es über zwölf Tage auf Empfang, im D-Netz mehr als neun Tage. Die Gesprächszeit beträgt im E-Netz mit einer Akkuladung knapp sechs Stunden, im D-Netz nur eine Stunde weniger. Die Handhabung ist dagegen zwiespältig: Zwar ist die Menüführung - wie von Nokia gewohnt - klar strukturiert und auf Anhieb verständlich. Doch das 5510 ist groß und schwer und die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig. Der Verschluss, mit dem die hintere Abdeckung am Gehäuse befestigt ist, klemmt - zudem ist die dünne Plastikscheibe so labil, dass sie sich kaum justieren lässt.
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