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Kaffee-Kult

Das beliebteste Getränk der Deutschen ist der Kaffee. Durchschnittlich 160 Liter trinkt jeder Einwohner pro Jahr - die Bierfreunde bringen es lediglich auf knapp 130 Liter.

Doch wen wundert's? Kaffee ist schließlich ein echtes Multitalent. Zum Frühstück ist er mild und sahnig, an heißen Sommertagen kühl und erfrischend, passt ideal zum Gebäck am Nachmittag und setzt starke Kontraste zum Stückchen Schokolade nach dem Abendessen.

Kaffee ist ein Stück Kultur
Jede Nation hat ihren eigenen Kaffee, nur in China und Japan hat er sich nie so richtig etabliert. Das arabische Verfahren ist vermutlich das älteste und setzte sich später auch in der Türkei und in Griechenland durch. Dabei erhitzt man einen Topf mit langem Stiel und gibt Kaffeepulver, Zucker und Wasser hinzu. Das Pulver muss zweimal aufkochen und sich zweimal setzen, dann kommt der Mokka in kleine Tassen. In Deutschland revolutionierte Melitta Bentz, eine Dresdner Hausfrau, im Jahr 1908 die Kaffeezubereitung. Sie verbannte den bitteren Kaffeesatz mit Hilfe eines Papierfilters aus der Kanne. Und wahrlich beeindruckend zelebrieren die Italiener ihr Lieblingsgetränk. Aus einer dampfenden und fauchenden Maschine presst sich der Espresso tröpfchenweise in die Miniaturtassen.

Cappuccino oder Wiener Melange?
Ein Espresso mit etwas Milch heißt "macchiato" (verschmutzt), liegt eine dicke Mütze aus Milch und Milchschaum obenauf, heißt er "cappuccino". Nennt man ihn "corretto" (korrigiert), enthält er einen Schuss Weinbrand, ein "ristretto" (eingeschränkt) ist besonders stark und ein "lungo" (lang) eher schwach. In Seattle und San Francisco entstanden in den siebziger Jahren weitere Espresso-Sorten. Zum Beispiel der "café latte" - ein hohes Glas mit heißer Milch sowie einer Portion Espresso. Und wer nicht genug bekommen kann, bestellt sich einen "quad", einen vierfachen Espresso! In Österreich gibt's zum Mocca immer ein Glas Wasser, wer eine "Melange" bestellt bekommt Mocca mit heißer Milch und Milchschaum. Ein "Einspänner" wird mit einem Glas Schlagsahne serviert und in einem "Fiaker" versteckt sich ein guter Schuss Rum. Der "Kapuziner" ist so braun wie eine Mönchskutte, weil ein Schuss Milch den Mocca aufhellt und "Maria theresia" darf sich ein Mocca mit etwas Orangenlikör nennen.

So wird's ein Genuss
Bewahren Sie Kaffee immer trocken, luftdicht und zimmerwarm auf. Er gehört nicht in den Kühlschrank, da die Kälte den aromatischen Ölen schadet. Den Genuss bestimmt auch der richtige Mahlgrad. Ist das Pulver sehr fein, werden zu viele Bitterstoffe freigesetzt und ist es zu grob, kann sich das Aroma nicht entfalten. Benutzen Sie immer frisches, kalkarmes Wasser und brühen Sie das Pulver mit heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser auf. Wer Cappuccino liebt, verwendet am besten fettarme H-Milch, denn die ergibt einen stabileren Schaum.

Wie gesund ist Kaffee?
Koffein stimuliert die Großhirnrinde und das Herz-Kreislauf-System, beschleunigt den Atem, erweitert die Blutgefäße und fördert den Harndrang. Es weckt also auf und erhöht die Konzentrationsfähigkeit. Manche Menschen macht es hingegen müde, da bei ihnen die entsprechenden Nervenzellen sensibler reagieren. Neueste Forschungen ergaben sogar, dass Kaffee das Risiko senkt, an Blasenkrebs zu erkranken. Zwar erhöht Koffein bei vielen Menschen den Blutdruck, doch nur für kurze Zeit und ist deshalb kein ernster Risikofaktor für Herzerkrankungen. Menschen, die ohnehin unter zu hohem Blutdruck leiden, sollten jedoch vorsichtig mit Kaffee umgehen. Koffein kann die Entstehung von Gallensteinen verhindern und die Symptome von Parkinson-Patienten lindern. Und die Schattenseiten? Hoher Kaffeekonsum in der Schwangerschaft kann den Embryo schädigen und eine Frühgeburt auslösen. Die Chlorogensäure des Kaffees führt bei manchen Menschen zu Sodbrennen, Magenreizungen und Darmbeschwerden, da sie die Salzsäureproduktion im Magen anregt.




Hier finden Sie Shops zu den erwähnten Produkten :

Kaffee Essen & Trinken > Kaffee & Tee




Quelle: BEECOM

Bildnachweis: Hersteller
 
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